Im Laufe der drei Tage wird ein Ornament aus Glassplittern auf den Boden des Studios gestreut. Es entsteht ein langsam wachsender Teppich aus verschiedenen Formen und Figuren, der nach dem Festival wieder zusammengekehrt wird. Die Zuschauer sind eingeladen, den ruhigen, konzentrierten Arbeitsprozess, bei dem Bewegung und Fortschritt nur langsam zu erkennen sind, zu beobachten.
Begleitend wird ein Film Essi Utriainens gezeigt, in dem die Künstlerin die Worte ''Meine Zeit und die Ewigkeit der Anderen'' mit einem Stoffband in die Luft schreibt. Der Text verschwindet sobald er entsteht. In seiner Langsamkeit zeigt der Film die Flüchtigkeit, die Unvollkommenheit und die Unumkehrbarkeit der Zeit.
Die gebürtige Finnin Essi Utriainen lebt und arbeitet seit 1998 in München. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Fachhochschule Häme (Finnland) und an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Norbert Prangenberg. In München wurden ihre Arbeiten bereits in mehreren Einzelausstellungen gezeigt, so z.B. in der Galerie Goethe 53, der Galerie Dina4 Projekte und in der Lothringer 13, wo sie 2009 als artist in residence tätig war.
In ihrer installativen Performance widmet sich die finnische Künstlerin der Flüchtigkeit von Zeit. Über den Zeitraum von drei Tagen streut die Wahlmünchnerin Ornamente aus Glassplittern auf den Boden eines Raumes. Der stetig wachsende und sich verändernde Teppich aus Formen und Mustern wird nach dem Festival einfach zusammengekehrt.
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